Klinische Prüfungen


Die meisten Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind heute gut zu behandeln. Dies trifft auf eine ganze Reihe von Krankheiten zu, die noch vor 50 Jahren nicht geheilt werden konnten. Für einige Erkrankungen kann uns jedoch der momentane Behandlungsstandard noch nicht zufrieden stellen. Um effektivere und besser verträgliche Arzneimittel zu finden, müssen Patienten in klinischen Studien behandelt werden. Denn die Behandlung in Studien ist der einzig anerkannte und sinnvolle Weg die Wirkung eines Arzneimittels oder eines neuen Therapieprinzips zu prüfen.

Sinn einer Studie ist es Erfahrungen über den Einzelfall hinaus zu gewinnen. Dies sind dann Ergebnisse, die auf einer großen Zahl von erkrankten Personen, die mit dem Arzneimittel zu behandeln wären, übertragen werden können. Je schneller solche Studien durchgeführt werden können, das heißt je eher Patienten bereit sind an diesen Studien teilzunehmen desto eher profitieren wir alle davon, denn erst nachdem die Ergebnisse aller durchgeführten Studien durch die Zulassungsbehörden eines Landes überprüft wurden, wird ein neues Medikamente beispielsweise für die Anwendung und den Verkauf freigegeben.

Vor Teilnahme an einer Studie wird jeder Patient ausführlich über die aktuelle Erkrankung, die Problematik mit den bisher angewandten Standardtherapie sowie über die Möglichkeit einer Befundverbesserung im Rahmen einer Studienteilnahme informiert. Dieses beinhaltet neben einem Gespräch mit dem Arzt auch die Ausgabe einer Patienteninformation, das heißt einer ausführlichen schriftlichen Unterlage in der das Ziel und der Ablauf der Studie aber auch die möglichen Risiken und Nebenwirkungen eines Arzneimittels erläutert werden. Erst wenn der Patient danach seine Einverständniserklärung schriftlich dokumentiert, kann mit der Teilnahme an der Studie begonnen werden. Eine Studienteilnahme ist selbstverständlich immer freiwillig. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen ein einmal gegebenes Einverständnis zurückziehen. Ein Behandlungsnachteil entsteht Ihnen dadurch nicht. Bei sehr vielen Studien wird im Rahmen der Durchführung eine besondere Patientenversicherung abgeschlossen.

Sie genießen dann vom ersten Tag der Teilnahme an der Studie den vollen Versicherungsschutz gegen evtl. Schäden durch das Studienmedikament. Die Nummer der Versicherungspolice sowie die Adresse der Versicherung werden Ihnen in der Regel mit der Patienteninformation bekannt gegeben.

Neben der direkten Betreuung im Rahmen der Studie durch einen Arzt oder durch entsprechendes qualifiziertes Personal erfolgt auch eine enge Zusammenarbeit der Ärzte mit Mitarbeitern der Pharmafirmen. Hierbei handelt es sich um Studienprofis, die helfen sollen die Qualität der Studie durch die Kontrolle der gesamten Dokumentation sicher zustellen.

Welche Vorteile könnte die Teilnahme an einer Studie für Sie bringen?


Sie erhalten ein neues Arzneimittel, welches bei Ihrer Erkrankung im Vergleich zu den verfügbaren Alternativen wirksamer oder besser verträglich sein könnte.

Sie erhalten eine Kombination von Arzneimitteln, welches bei sich bei Ihrer Erkrankung im Vergleich zur Einzelanwendung wirksamer oder besser verträglich sein könnte.

Sie werden als Studienpatient häufig engmaschiger überwacht als in der normalen Behandlungsroutine.

Neben klinischen Studien beteiligen wir uns an verschiedenen Projekten für das Deutsche Rheumaforschungszentrum (DRFZ) Berlin.

Sofern sie in diesem Zusammenhang Fragen haben oder eventuell an einer der Studien in unserer Klinik teilnehmen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Ansprechpartner


Studienassistentin Barbara Milke
Tel: 0351 458 4709
Fax: 0351 458 5811
Email: Barbara.Milke@uniklinikum-dresden.de

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