Diabetes mellitus

Diabetes mellitus Typ 2


ist eine der häufigsten Stoffwechselkrankheiten weltweit. Derzeit leiden in Deutschland 6 Millionen Menschen an Diabetes mellitus und die Tendenz ist steigend, was v.a. auf unsere Lebensgewohnheiten, wie eine zu fettreiche und unausgewogene Ernährung sowie zu wenig Bewegung zurückzuführen ist.

Der Diabetes an sich folgt einem sehr einfachen Erkrankungsmodell. Das Verhältnis zwischen Insulinverwertung und Insulinangebot ist gestört - der Körper kann Kohlenhydrate wie Zucker nicht mehr richtig verarbeiten, was in einem erhöhten Blutzuckerspiegel resultiert.

Der über längere Zeit erhöhte Blutzuckerspiegel wiederum ist die Ursache für die diabetesspezifischen Begleitkomplikationen, wie Nerven-, Nieren-, Seh- und Gefäßschädigungen.

Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes bildet der Körper beim Typ-2 zunächst noch das Hormon Insulin, kann es aber nicht richtig verarbeiten. Der Typ-2-Diabetes wird auch als Altersdiabetes bezeichnet, da er besonders häufig bei älteren Menschen auftritt.

In Deutschland leidet jedoch unter den 55 jährigen schon jeder Dritte an Diabetes und zunehmend wird auch bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen die Erkrankung diagnostiziert. Zum eigentlichen Erkrankungsbeginn führt der erhöhte Blutzuckerspiegel kaum zu Komplikationen. Der Diabetes tut zu diesem Zeitpunkt nicht weh - daraus erwächst kein Leidensdruck. In einem schleichenden Prozess steigt der Blutzuckerspiegel über Jahre, beeinflusst durch die Lebensgewohnheiten der betroffenen Personen.

Die Krankheit wird gewissermaßen verschleppt, es kommt über einen längeren Zeitraum zu einem erhöhten Blutglukosespiegel, der sich schließlich in der Weise verstärkt, dass sich der Patient mit ersten Begleitkomplikationen bei seinem Arzt vorstellt. Der Typ-2-Diabetes tritt häufig gemeinsam mit anderen Wohlstandskrankheiten wie hohen Blutdruck, hohen Blutfettwerten und Übergewicht auf. Diese Kombination wird auch als Metabolisches Syndrom bezeichnet.

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